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Der Saporoshez zählt zu den ungewöhnlichsten Vehikeln, die der sozialistische Fahrzeugbau hervorgebracht hat. Die Herzen der DDR-Autoliebhaber konnte er trotz kurzer Wartezeiten nicht gewinnen. Noch vor dem Ende der DDR wurde der Import des robusten Kleinwagens eingestellt. Eine kleine Fangemeinde gibt es allerdings immer noch.

Die DDR-Bürger hatten die Autoimporte aus den sozialistischen Bruderländern zu schätzen gelernt. Denn es gab kaum Alternativen, um der geringen Modellauswahl und den langen Wartezeiten aus dem Weg zu gehen. Eines dieser Importautos war der Saporoshez. Doch an keinem anderen Wagen schieden sich die Geister so sehr wie am "Sapo".

Volksfaitowitsch
Die Geschichte des Sapo begann Ende der 1950er Jahre in dem Kommunarwerken der ukrainischen Stadt Saporischschja. Wo seit Mitte des 19. Jahrhunderts Landwirtschaftsmaschinen hergestellt worden waren, sollte fortan ein robuster Kleinwagen vom Band rollen. Längst hatten sich die sowjetischen Automobilbauer den Ruf erworben, sich einiges vom westlichen Fahrzeugbau abzuschauen. Ihre wahre Kunst war es aber, Technik und Design so anzupassen, das die Autos den schlechten Witterungen und Straßenverhältnisse trotzen konnten.

Export
Der Saporoshez wurde seit den sechziger Jahren in Belgien unter der Bezeichnung Yalta, in den Niederlanden, Dänemark und Finnland - Jalta, in Österreich - Eliette und in einigen westeuropäischen Ländern (u. a. Belgien, Niederlande, Italien) später als ZAZ angeboten.
Für die meisten Exportmärkte wurde jedoch der Originalname beibehalten und dessen Schreibweise an die jeweilige Landessprache angepasst.
Wie der Moskwitsch wurde der SAS 966 zeitweise auch in Belgien als Yalta 1000 montiert, ein Teil der dort hergestellten Wagen wurde mit dem Motor des Renault 8 ausgestattet