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Das im Jahre 1950 gegründete Ministerium für Staatssicherheit (MfS) war der geheime Nachrichtendienst in der DDR, der über exekutive Befugnisse verfügte und im Laufe der Jahre durch ein weitverzweigtes Zuträgersystem für eine gleichsam flächendeckende Überwachung der Bevölkerung sorgte.

Das MfS, das eng mit dem sowjetischen Geheimdienst, dem KGB, zusammenarbeitete und sich in der Tradition der Tscheka sah, der bolschewistischen Geheimpolizei der Jahre 1917-1922, verstand sich als "Schild und Schwert" der Partei, der SED (PDS/SED).

Insofern ist die mitunter verbreitete Charakterisierung der DDR als "Stasi-Staat" zumindest oberflächlich. Die weisungsgebundene Staatssicherheit war ein Werkzeug der Partei. Dem widerspricht nicht, dass MfS-Chef E. Mielke an der Ablösung Ulbrichts und Honeckers führend beteiligt war.
Ebensowenig muss der Ausbau des MfS in den 70er und 80er Jahren der Auffassung widerstreiten, dass die DDR in jenen Jahren nicht repressiver wurde. Das System der Bespitzelung ersetzte vielfach Verhaftungen.